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Arbeitsschutz in der spanenden Fertigung - Kühlschmierstoffe

 T-O-P-Modell für effizientenArbeitsschutz

Gerade Anwender von Kühlschmierstoffen sehen sich einer Fülle von Anforderungen ausgesetzt, resultierend aus den Forderungen durch EU-Richtlinien, nationaler Gesetze und Verordnungen, dem autonomen Regelwerk der Unfallversicherungsträger und Normen. Unternehmen sind deswegen gut beraten, wenn sie ihren Fertigungsprozess nach dem bekannten T-O-P-Modell optimieren.

Der Schutz der Beschäftigten vor den Gefahren, die von der spezifischen Tätigkeit bei der Anwendung von Kühlschmierstoffen ausgehen, verlangt einem Unternehmer in der heutigen Zeit sehr viel an Kenntnissen ab, die er aber häufig gar nicht mehr vollständig überblicken und im Unternehmen implementieren kann. Daher ist der Anwender von Kühlschmierstoffen auf Unterstützung durch Dritte angewiesen, wie Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, Schmierstoffhersteller und Maschinen.

Aber ein wirksamer Arbeitsschutz beschränkt sich  nicht  auf  die bloße Erfüllung gesetzlicher Forderungen. Anwender von Kühlschmierstoffen sind daher gut beraten, sich vor ihren Entscheidungen mit dem Schmierstoffhersteller zusammenzusetzen und mit der Wahl umwelt- und anwenderfreundlicher Schmierstoffe eine optimale Lösung bereits in der Anfangsphase zu  finden.

In drei Schritten zum optimierten Fertigungsprozess

Was viele Unternehmer nicht ausreichend bedenken: Bereits in der Planung der Maschinenanschaffung oder des zu verwendenden Schmierstoffs liegt ein großes Fehlerpotenzial. Eine falsche Entscheidung kann unter Umständen zum Totalausfall des Arbeitsverfahrens führen, weil korrektive Maßnahmen gar nicht oder nur mit hohem finanziellen Aufwand ergriffen werden können.

Einen wirkungsvollen Schutz ihrer Mitarbeiter erzielen Un ternehmer, wenn sie ihren Fertigungsprozess in drei Schritten nach dem bekannten T-O-P-Modell optimieren:  technische Maßnahmen – vor organisatorischen Maßnahmen – vor personenbezogenen Maßnahmen.

Die richtigen Kühlschmierstoffe auswählen

Dass Gefahren von Kühlschmierstoffen ausgehen, ist bekannt. Die erste Maßnahme sollte die Verwendung von amin- und borsäurefreien, wassermischbaren Kühlschmierstoffen sein. Damit sind zwei Gefahrstoffe aus der gesamten Menge von Gefährdungen entfernt und das oberste Ziel, die Vermeidung der Gefahrenquelle, für diese Stoffe erreicht. Grundsätzlich muss der Anwender sicherstellen, dass entsprechende Schadstoffemissionen vermieden werden, auch wenn amin- und borsäurefreie Kühlschmierstoffe einsetzt werden. Bei nicht wassermischbaren Produkten besteht zusätzlich noch Brand- und Explosionsgefahr.

Mensch und Gefahren effektiv trennen

 Wo technische Schutzmaßnahmen nicht ausreichen oder nicht realisierbar sind, muss der Anwender im nächsten Schritt organisatorische Maßnahmen ergreifen. Dies bedeutet die zeitlich- räumliche Trennung von Mensch und Gefährdung. Hilfreich ist hier zum Beispiel das „Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe“ EMKG 2.2 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Es gilt für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, die mit Gefahrensymbolen für Gesundheitsgefährdungen gekennzeichnet sind.

Hier wird dem Anwender ein Hilfsmittel zur Bewertung beigestellt, anhand dessen er seine organisatorischen und personen- bezogenen Schutzmaßnahmen bestimmen kann. Das EMKG zielt besonders auf  kleine und mittelständische Betriebe.   Zu jeder Maßnahmenstufe werden ent- sprechende Anforderungen zur Substitution, Technik, Organisation und personenbezogenen Maßnahmen aufgezeigt. Für den unerfahrenen Anwender ist an dieser Stelle noch der Hinweis wichtig, dass aufgrund der Einführung des Global Harmonized System GHS sowohl die Symbole als auch die Bezeichnungen geändert sind. Das EMKG 2.2 benutzte die Bezeichnungen nach altem Recht noch bis 31.05.2015.

Personenbezogene Maßnahmen: Restgefahren minimieren

 Zuletzt werden in der Ziel- und Maßnahmenhierarchie die personenbezogenen Maßnahmen ergriffen. Dieser Schritt ist einfach umzusetzen und kostengünstiger als die oben beschriebenen. Das verführt wiederum einige Anwender allerdings dazu, mit einem Paar Schutzhandschuhen für den Maschinenbediener alles als erledigt zu betrachten. Jedoch ist die Reichweite nur gering im Vergleich zu anderen Maßnahmen.

Letztendlich dienen personenbezogene Vorgehensweisen dazu, die verbliebenen Gefährdungen auf ein Minimum zu reduzieren. Besonders die Vermeidung des Hautkontakts ist hier von Bedeutung. Denn Kühlschmierstoff-Anhaftungen an der Maschine und am Werkstück dürfen aufgrund der oben genannten Gefahren nicht auf den Maschinenbediener/Arbeiter übertragen werden.

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